Kindheitstraum Schlamm

Ich bin Kind von 68er Eltern, und so hatten wir natürlich die Videoausgabe des Woodstock Festivals. Am meisten beeindruckt haben mich stets die Bilder von nackten Körpern, die da durch den Schlamm rutschten.
Gut, ich hatte was an und das Event war unpolitisch und kommerzieller als Woodstock. Aber hey, Schlammparcours sind einfach nur großartig! Messy fun … un truc de ouff … Jedenfalls bei 27 Grad, die uns an dem Tag beglückten.

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Neue, alte Perlen

Zurück in Hamburg. Seit Monaten inzwischen.
Ich habe ihn wieder, meinen geliebten Beruf, die vermisste Unvorhersehbarkeit des Daseins, das übliche Chaos und die Grundregel: Wenn ich nur drei Monate lang sehnsüchtig darauf hinarbeite, dass sich IRGENDEIN Kunstschaffender meiner zuwendet, kommt garantiert ein Berg von schönen Aufgaben – die leider in der Kürze der Zeit – wenn überhaupt – nur unter Hochdruck zu bewältigen sind und ein Privatleben überflüssig machen.

Kleiner Abriss meiner letzten Wochen:
1. August: Vorsprechen für ein Kriminalstück. (Massencasting … ich verlasse den Raum ohne besondere Hoffnung auf ein positives Ergebnis)
8. August: Testtour für eine neue Altstadttour
9. August: Zusage für das Kriminalstück
10. August: Aufnahme der Vorbereitung
20. August: Anruf aus Cottbus: „Können Sie morgen zum Proben kommen, ich brauche dringend eine Umbesetzung“ – am selben Abend der Versuch, meine Termine so umzuschaufeln, dass ich das machen kann. Ergebnis: Gescheitert.
24. August: Der Text für das Kriminalstück kommt an.
25. August: Anrufe für mehrere Synchronprojekte, die nun die Zeitfenster blocken, die ich am Vortag fürs Text lernen reserviert hatte
29. August: Man informiert mich darüber, dass 2 Tage später Mangel an englischen Guides herrscht. Ob ich denn nicht … na gut, denke ich, bevor es gar niemand macht …
30. und 31. August: Ich arbeite ganztägig und denke, meine Güte, mit der englischen Tour hat man mit mir den Bock zum Gärtner gemacht … zudem muss ich ja noch den Flohmarkt für das anstehende Strassenfest vorbereiten … wie soll das zu schaffen sein?  schlaflose Nächte und Überstunden für die Vorbereitung von Flohmarkt und Altstadttour
1. September: Ich baue früh morgens mit meiner Freundin den Flohmarktstand auf, lasse sie dann dort allein zurück und begebe mich zur englischssprachigen Altstadtführung. Danach zurück zum Flohmarkt und von dort aus ins Synchronatelier …

Business as usual … heute erstmal zur Erholung und Abreaktion Muddy Angel Run!

Jahrestag

Heute vor einem Jahr kam ich an.
In „Grand Paris“, der Stadt des Savoir Vivre, der Hausmann’schen Ästhetik, des Louis XIV’schen Pomp, der Street Art und der zauberhaften Brücken. Der Stadt, wo man sich liebend an der Seine entlang flanieren, gepfegten Café trinken, Kunst betrachten, in Bobo-Boutiquen kramen, auf Flohmärkten abgefahrenes Zeug -das kein Mensch braucht, aber jeder gerne hätte- kaufen, Austern schlürfen und auf exzessiven Künstlerpartys französisch parlieren sieht, wenn man als Schauspielerin einen dahingehenden Auslandsaufenthalt plant.

Ich hatte mir vorgestellt, in irgendeiner Weise meinen kreativen Kram fortsetzen und in relativ kurzer Zeit die Sprache wie die Landsleute sprechen … ja, und vor allem verstehen zu können. Ich spüre noch diese surreale, irgendwie unwirkliche und aufgeregte Stimmung, in der ich am ersten Tag im Garten meiner Quasi-Tante (die mich in der ersten Zeit dankenswerterweise beherbergt hat) stand, mit nur 5 Kartons ausgestattet, den Rest meiner Habseligkeiten eingekellert in Hamburg, dieses vergleichsweise mediterrane Ambiente einsaugend und mich einfach freuend, dass plötzlich alles anders und alles zur Routine gewordene unterbrochen ist.

Es ist eine drollige Sache mit der Routine. Sie ereilt uns so rasant, dass wir eigentlich alle sechs Monate komplett das Umfeld wechseln müßten, um ihr zu entgehen. Inzwischen ist die Rückkehr nach Hause, die in drei Monaten ansteht, das große Versprechen, eine Routine zu stoppen, die mittlerweile hier eingetreten ist. Und das, obwohl im Laufe dieses letzten Jahres immer wieder viel und Neues passiert ist … der Umzug von der Tante in die WG und von dort aus in die eigene Wohnung, die Orte und Menschen, die neu in mein Leben kamen, der Besuch aus Deutschland, die Ausflüge, Feiern und Alltäglichkeiten, die mich diese neue Stadt immer wieder anders erleben ließen, all das. Und trotzdem ist schnell ein Gefühl der Unfreiheit eingetreten, welches der extremen Vorhersehbarkeit, Fremdbestimmung und Unflexibilität eines Jobs geschuldet ist, der nunmal zu ganz bestimmten Zeiten an ein und dem selben Ort mit einem sich immer wiederholenden Ablauf einen großen Teil der Lebenszeit hier bestimmt hat und immernoch bestimmt. Schnell wurde mir auch klar, dass für den Aufbau einer neuen künstlerischen Existenz in Frankreich die Aufenthaltsdauer zu kurz ist und ein projektbezogenes Arbeiten nebenbei durch die Unflexibliltät meines Hauptjobs verhindert wird. Auch bin ich keineswegs eine Quasifranzösin geworden, weder was die Sprache, noch was den Heimischkeitsfaktor betrifft. Es erstaunt mich, wie fremd ich mich in einem so nahe gelegenen Land immernoch fühle, wie anders die Uhren hier trotz relativer Nähe und EU und so weiter doch ticken. Es ist kein Fremdheitsgefühl im Sinne eines nicht willkommen Seins. Im Gegenteil, ich empfinde die Menschen und die Mentalität, die mir hier begegnet als sehr warmherzig. Und dennoch bin ich kein Teil davon, jedenfalls nie vollumfänglich.

Et tout ça pour dire … auch wenn ich hier und jetzt, also im derzeitigen Alltag in Grand Paris nicht das Gefühl von „woooow“ in mir trage, das ich vielleicht bei meiner Ankunft vor genau einem Jahr erwartet hätte, ist dieses Jahr retrospektiv ein Wow-Erlebnis und das, was ich hier erleben durfte, unersetzlich.

Highlights waren zum Beispiel:

Ein Drehtag mit Eichhörnchen

Die erste Shisha meines Lebens

Der Color-Run vom Hotel de Ville an der Seine entlang bis zum Eiffelturm

Grand Poetry Slam mit meinem texterischen Lieblingsfranzosen und Freund Philippe Thilliez in Belleville

Die Fête des couleurs in der Cité Universitaire

Das Spielen der loups garous de Thiercelieux (zu Deutsch „Die Werwölfe von Düsterwald) auf französisch

Bestes Couscous ever bei Zerda im 10eme

Immer wieder unverhoffte Strassenkunst auf superhohem Niveau. Hier: Ein echt witziger Comedy-Pantomime vor dem Centre Pompidou

Der Umzug nach ganz oben bei bester Wetterlage. Wie man sieht: Terrasse mit Swimmingpool

Der 14 juillet mit Feuerwerk auf ebendieser wunderbaren Dachterrasse

Besuch vom Filius

Meine Gästeführungen …

… in deren Verlauf das Begrabbeln von Dalidas Brüsten Glück in der Liebe verspricht.

Sommerliche Ausflüge mit internationalem Trüppchen

 

Ein Abstecher nach Bordeaux

Der Besuch der One Mad Show auf der Nouvelle Scène (einem Schiff mit Bühne im Bauch)

Der Aufstieg auf den zweithöchsten Pariser Aussichtspunkt nach dem Eiffelturm

Swing an der Seine bei Paris Plages

Ein Paddelausflug in die Peripherique …

Das Bezwingen französischer Behörden, hier: Organisation einer Carte Vitale

Picknick draussen in französischer Besetzung

Sommer-Atmo am Canal St Martin (im Hintergrund eine Street-Art-Wand, die gelegentlich wieder weiss gestrichen und dann zur neuen Gestaltung freigegeben wird)

Böllerfreies Silvester auf der Anhöhe des parc de Belleville mit Blick auf den beleuchteten Eiffelturm

Fin bref, Paris est une fête – malgré tout!

Zwei Seelen, ach, in meiner Brust

10 Monate in Paris.

Ich bin nochimmer keine Französin geworden. Aber auf eine bestimmte Art angekommen im Ausland. Hamburg rückt immer weiter weg in meiner Erinnerung, was sich seltsam anfühlt, immerhin komme ich ja im April wieder zurück in mein altes Leben.

Tage wie heute kommen realtiv selten vor. Denn ich habe frei – also so frei, dass kein einziger Termin beachtet werden muss und auch keine Behördengänge oder andere Erledigungen irgendwelcher Bürgerpflichten anstehen. Es ist Anfang November, und ich habe den kompletten Tag ohne Jacke auf meiner Terrasse verbracht (die ich übrigens abgöttisch liebe!). Das ist schon Lebensqualität!

Zu Paris habe ich inzwischen eine Art Hassliebe entwickelt. Die Stadt ist unglaublich reich und liefert ein, wie soll man sagen, weltstädtisches Lebensgefühl. Auf den Strassen ist immer was los. Oft läuft man zufällig an Plätzen vorbei, wo entweder demonstriert wird oder kulturelle Ereignisse stattfinden. Es gibt großartige Künstler(gruppen), die auf der Strasse auftreten, besonders zur warmen Jahreszeit. Man kommt vorbei, reiht sich ein in die Zuschauermenge und erlebt unverhofft ein Konzert, eine Pantomine-Show oder akrobatische Höchstleistungen. Das ein oder andere Mal bin ich dank Freunden und Bekannten auf Veranstaltungen und an Orten gelandet, die durch ihre Atmosphäre, ihr Publikum und/oder ihr Anliegen zu begeistern vermochten. Dazu gehört die REcyclérie an der Porte de Clignacourt, eine kleine Oase alternativ-heimeliger Atmosphäre inmitten einer ungemütlichen Kreuzung, die sich durch MacDo, KFC und eine riesige Baustelle auszeichnet. Betritt man die REcyclérie erlebt man (je nach Veranstaltungstag) zum Beispiel einen kleinen Literatursalon, Gratismassage, einen kleinen biobegärtnerten Innenhof, wo man gemütlich sitzen und Wein trinken kann. Man kann sich Bücher ausleihen, die Karten legen oder schminken lassen und begegnet sympatischen, offenen Menschen.
Ein anderer erlebenswerter Ort, den ich kennengelernt habe, sind die Grands voisins, eine Art Gängeviertel im Süden von Paris. Da ist in einem ehemaligen Krankenhaus ein sogennater „squat“ entstanden (einer der wenigen Anglizismen, die es nach Frankreich geschafft haben). Ähnlich wie im Hamburger Gängeviertel ist das ganze Anwesen irgendwie Kunst. Es gibt Künstler, die dort wohnen und andere, die dort arbeiten. Ausstellungen, politische Diskurse, Konzerte und Theater gehören zum Programm. In einer Art ehemaligem Hörsaal sahen wir ein Ein-Personen-Stück über Nachhaltigkeit. Sehr phantasievoll gemacht und (zur Verwunderung meiner nichtkünstlerischen Begleitung) mit minimalistischsten Mitteln umgesetzt. Der anschliessenden Diskussion über Korruption in Frankreich konnte ich nur bedingt folgen, war aber insgesamt begeistert von Atmosphäre und Konzept. Leider soll das Ding wohl in absehbarer Zeit eingerissen werden und die Künstler müssen dann einem Wohnviertel weichen, das dort gebaut wird.

Über die warme Jahreszeit hatte ich viel Besuch und bis heute profitierte ich von Pariser Erlebnissen und Begegnungen …

Unterwegs für „Paris mal anders“

Besuch aus Deutschland. Gästeführung ganz privat.

Besuch vom Filius

Sommerliches Picknick in internationaler Besetzung (v.l.n.r.: Italien, Indien, Deutschland, Frankreich, USA, Frankreich);  August 2017

 

Stimmungstrübend hingegen ist meine berufliche Situation in Frankreich. Dahingehend vermisse ich mein altes Leben sehr und freue mich tatsächlich auf die Rückkehr. Für ein Leben als reguläre Arbeitnehmerin bin ich definitiv auf Dauer nicht geeignet. Das hätte ich zwar auch schon vor meiner Abreise sagen können, aber nun steht fest, dass sich die Hoffnung, hier im Laufe der Zeit einen Kompromiss zu finden, der mir zumindest zeitweise professionelles künstlerisches Arbeiten in Frankreich erlaubt, nicht erfüllen wird. Die Unflexibilität meiner Arbeitszeiten lässt projektweises Arbeiten im Grunde nicht zu; und einen alternativen Broterwerbsjob mit flexiblerer Einteilung der eigenen Verfügbarkeit habe ich nicht gefunden – von pekurär ausreichenden Einnahmequellen als Künstlerin ganz zu schweigen. Diese Situation nagt an meinem Selbstverständnis als freie Künstlerin. Ich fühle mich zunehmend fremdbestimmt und verbringe einfach zu viel Lebenszeit mit reinem Broterwerb und entfremdet von dem, was mich leidenschftlich treibt. Die Energie, die ich dort lasse, fehlt mir an anderer Stelle. Manchmal frage ich mich, wo meine Leidenschaft geblieben ist. Das weitgehend freie Bestimmen über meine Verfügbarkeit und das Arbeiten in Tätigkeitsbereichen, die (mal mehr, mal weniger, aber zumindest immer ein bisschen) auch als inspirierende Quelle geeignet sind, fehlt mir. Mir fehlt die Bühne selbst, aber auch der Austausch mit den Kollegen, das Entwickeln und Erarbeiten von Projekten, eben ein Leben, das sich in hohem Maße um Kreativität und Theater dreht. Zur Zeit kann man ja die gelegentlichen Theaterabstecher nach Deutschland nicht als Lebensmittelpunkt betrachten.

Paris ist inspirierend, ja. Ich habe hier tolle Menschen kennengelernt, großartige Erfahrungen gemacht und profitiere von der Fülle dieser Stadt, von den Gästeführungen, die mein berufliches Erleben ein wenig aufpeppen, und von der Erfahrung, mich mit fremden Gepflogenheiten und dem Alltag in einer anderen Sprache zurechtfinden zu müssen und zunehmend zu können. Und ich freue mich auf die Rückkehr ins Leben der Kreativen. Zwei Seelen, ach, in meiner Brust …

Vue de Sacré Coeur – zweithöchster Aussichtspunkt über Paris nach dem Eiffelturm

8 Monate Paris … und ein bisschen zu Hause.

Im August ist Paris eine Touristenstadt. Die Einheimischen sind ausgeflogen, viele kleine Läden machen dicht, die Concierge ist im Urlaub … naja, und auch man selbst hat plötzlich quasi frei. Jedenfalls ist unser kleiner Tante Emma Laden geschlossen und ich bin einmal raus aus dem inzwischen zur Routine gewordenen 5-Tage-Rhythmus. In der Zwischenzeit war ich in Hamburg und habe nicht nur durch die Auftritte mit dem Schauspielkollektiv, sondern durch Stadt, die Freunde und Kollegen dieses Leben wieder gespürt, das ich zurück gelassen habe. Zwei Seelen, ach, in meiner Brust. Ja, ich vermisse Hamburg. Ich vermisse den norddeutschen Spirit, die Elbe, die Alster, die Kollegen, das Spielen, das kreative Element in meiner Arbeit und den Austausch oder vielleicht auch den speziellen Lebenswandel, den ich zu Hause mit vielen meiner Freunde teile, während ich hier nur wenige professionelle Künstler und Theaterschaffende kenne.

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Wasserspiele bei Planten un Blomen. Ferien zu Hause!

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Gastspiel in Cloppenburg – Soundcheck.

Zurück in Paris geht es mir aber auch großartig – jedenfalls, solange ich nur Gästeführungen mache und ansonsten dem Dasein fröne und in den Tag hinein lebe. Allein das Wetter erwies sich als guter Grund für eine Rückkehr. Man kann immernoch in den Abendstunden im Hemdchen auf der Terrasse sitzen, ohne zu erfrieren. Am Seineufer und am Canal de l’Ourq liefert „Paris plages“ die Möglichkeit, kostenlos schwimmen zu gehen, sich auf bereit gestellten Liegestühlen niederzulassen, Boule oder „Babyfoot“ (also Kicker) zu spielen und ein gepflegtes Bierchen am Wasser zu trinken. Ich habe an einigen Stadtführungen von französischen Kollegen teilgenommen und auf diese Weise das ein oder andere Pariser Quartier nochmal neu entdecken können, kurz, Ferien in Paris sind schon ziemlich prima! Ausserdem bin ich an guten Tagen mittlerweile in der Lage, einigermaßen entspannt mit Franzosen zu kommunizieren und zu scherzen. Es gibt vieles, was noch zu entdecken bleibt. Gleichzeitig ist die Stadt inzwischen in gewisser Weise vertraut und sowas ähnliches wie eine zweite Heimat geworden. Und ich habe die Menschen, mit denen ich hier meine Tage und Abende verbringe, lieb gewonnen.

Parisplages

ALORS, ON DANSE … Swingen an der Seine. C’est Paris au mois d’août

Einzig das berufliche Selbstverständnis bringt mein Wohlbefinden manchmal ins Wanken. Ich merke zunehmend, dass ich nicht die Kraft habe, noch einmal bei Null anfangend ein funktionierendes Netzwerk aufzubauen, welches mir Zugang zu künstlerischen Projekten verschafft. Noch dazu in einem Land, dessen Sprache ich nur bedingt beherrsche und mit dessen Gepflogenheiten ich auf diesem Gebiet nur bedingt vertraut bin. Da ich aber mit diesem Dasein als freie Künstlerin so verwoben bin und seine Abwesenheit einen Teil von mir lahmlegt, der mich ganz existentiell treibt, kristallisiert sich immer stärker heraus, dass der Aufenthalt hier – wie ursprünglich auch geplant – eine zeitlich begrenzte Auslandserfahrung bleiben wird. Für die verbleibenden 7 Monate stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, auf eine berufliche Veränderung hinzuwirken, die mir erlaubt, meine 35-Stunden-Woche im Laden zumindest auf einen Teilzeitjob zu reduzieren. Vermutlich wird das am Ende der Zufall entscheiden.

Wer weiß, vielleicht bleibe ich sogar eine Art Grenzgänger. Vielleicht wird etwas bleiben von dieser energetischen Stadt. Ernest Hemingway verwendete dafür einmal die Worte “If you are lucky enough to have lived in Paris as a young man, then wherever you go for the rest of your life, it stays with you, for Paris is a moveable feast.” Vielleicht kann man diesen Zustand auch als woman, advanced in age noch erreichen.

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PARIS, A MOUVABLE FEAST … feu d’artifice du 14 juillet, vue de ma terrasse.

Hamburg, meine Perle

Meine Stadt ist im Ausnahmezustand.
Ich bin nicht vor Ort und empfinde die Kombination aus Berichterstattung und Eindrücken von Freunden als sehr surreal. Selbst hier in Paris sind die Ausschreitungen Thema, auf allen sozialen Netzwerken strömt eine wilde Flut an Eindrücken und Stellungnahmen auf mich ein, zum Teil eher aus der Perspektive der eigenen kleinen Erlebniswelt, zum Teil vor dem Hintergrund globalpolitischer Ansichten und Schlussfolgerungen.
Mich macht in der Ferne vieles davon wütend. Sowohl die Position derer, die einen monokausalen Zusammenhang herstellen zwischen polizeilichem Fehlverhalten und der dann folgenden Eskalation als auch die Stimmen aus den Reihen der Rechtskonservativen, die die Ereignisse für einen generellen Feldzug gegen die „Linke“ instrumentalisieren. Fragt sich nur, was „links“ daran sein soll, die Schaufensterscheibe eines Spielwarengeschäfts einzuschlagen, Kleinwagen in Brand zu stecken und Verkehrsschilder zu demolieren. Mich nervt die überzogene, pauschale Behauptung, wir lebten in einem Polizeistaat, welcher das Recht auf friedliche Demonstrationen immer und grundsätzlich verwehrt und sich überall und bei jeder Gelegenheit eskalationsfördernd verhält. Ich bezweifle, dass die selbsternannten Verteidiger einer gerechten Weltordnung von Unruhen abgesehen hätten, wenn sich die Polizei nur korrekt verhalten hätte. Und ich bin recht froh, nicht in Saudi Arabien zu leben, wo eine so weitgehende Kritik am Staat in der Tat ihre Berechtigung hat. Gleichzeitig nerven mich aber auch die gefolgstreuen Gartenzwergbesitzer, die an anderer Stelle Hartz-4-Empfänger und Flüchtlinge für ihre steuerliche Überbelastung verantwortlich machen und hier jetzt jeden, der das polizeiliche Vorgehen in Hamburg als suboptimal bewertet, der linksradikalen Szene zuordnen, zumal ja auch aus den eigenen Reihen Kritik laut wird. Mich nerven auch diejenigen, denen es egal ist. Oder die, die in Winterhude Süd wohnen und sagen, regt Euch nicht auf, auf dem Mühlenkamp ist alles friedlich und die Berichterstattung über bürgerkriegsähnliche Zustände ist sensationsheischende Panikmache.

Die Zerstörungswut unter dem Deckmantel der Menschenrechte nervt mich sowieso. Mehr als das. Abgesehen davon, dass es ziemlich absurd anmutet, sich für die Rechte von Menschen einzusetzen, deren Kiosk man gerade verwüstet hat, macht es traurig, dass Menschen quasi um ihre Existenz gebracht worden sind, die an sozialer Ungerechtigkeit mit Sicherheit keinen Anteil haben. Das Ergebnis von alledem hat die soziale Ungerechtigkeit auf der Welt jedenfalls – wenn überhaupt – lediglich einer Verschlechterung zugeführt.

Couragierter und zielführender sind die zehntausend Hamburger, die sich heute freiwillig und, wie berichtet wird, gut gelaunt, zum Aufräumen getroffen und dem Desaster eine konstruktive Maßnahme entgegen gesetzt haben. Auch das löst die zurecht kritisierte soziale Schieflage der Weltpolitik nicht in Luft auf, aber die dahinterstehende Haltung ist mit Sicherheit solidarischer als sinnloser Vandalismus.

Angekommen

Während die Hamburger auf Facebook zur Stund einen schwarzen Himmel beklagen oder zumindest vermelden, hier nach wie vor Sommer hart. Ich bin bekanntlich die letzte, der Hitze etwas anhaben kann, aber da es auch nachts nicht abkühlt, gerate selbst ich an meine Grenzen und fiebere ganz besonders auf die im August übliche Urlaubszeit hin, wo ganz Paris brach liegt und man jeden Tag ans Wasser fahren kann.

Bis dahin ist noch der Umzug zu bewältigen, in der Hoffnung, dass der Fahrstuhl in meinem neuen Heim zeitnah repariert wird. Das Teil ist nämlich, wie mir mitgeteilt wurde, seit Wochen ausser Betrieb, und ich ziehe in den siebten Stock. Zudem mache ich mir ein bißchen Sorgen um die rechtzeitige Installation meines Internetanschlusses, weil die angeblich unschlagbar günstige Firma Bouygues ein recht eigenwilliges System der Kundenbetreuung ihr eigen nennt. Sie verfahren nach dem Motto „don’t call us, we call you“. Das Problem dabei ist, dass die mich immer dann zu erreichen versuchen, wenn ich nicht abnehmen kann, weil ich gerade vor einer Gruppe deutscher Touristen stehe und den Montmartre präsentiere … Ruft man die Nummer zurück, erfolgt eine automatische Ansage des Inhalts, dass man mich wegen einer wichtigen Nachricht bezüglich meiner Bestellung zu erreichen versucht habe und bald wieder anrufen würde. Tolle Wurst.

Zu vermelden gibt es, dass ich mich angekommen fühle in der capitale der französischen Chaoten. Ich habe Freunde, Franzosen und Deutsche, die sich um mich sorgen, mir beim Umzug helfen, Kurzreisen, Ausflüge und soirées organisieren und mich darin trainieren, in größerer Gruppe Gesprächsinhalte mitzuschneiden, in denen Abkürzungen wie „p’tit dej“ oder „cinq heure du mat“ vorkommen. Je nach Tagesform gelingen mir auch mal zusammenhängende Wortbeiträge und/oder ein halbwegs gut verpackter Witz, und ich fahre inzwischen weitgehend navigationsfrei mit dem Fahrrad durch die ganze Stadt.

Was das Schinkenschneiden betrifft, schwanke ich täglich zwischen einer gewissen Gewöhnung an ein bürgerliches Berufsleben in einem intellektuell nicht allzu fordernden Metier – zumal ich die kleine Tante-Emma-Familie rund um unseren sympathischen Arbeitgeber lieb gewonnen habe und ich auf diesem Wege immer wieder exotische oder praktische französische Worte lerne, wie zum Beispiel tiret du 6, was man braucht, um den Kunden die Email-Adresse zu nennen – und einem Gefühl von Überdruss und Sehnsucht nach meinem Beruf. Zum Glück bieten mir die Touristenführungen und die Stippvisiten an deutschen Theatern Gelegenheit, meine Kernkompetenzen doch noch irgendwo zum Einsatz zu bringen.

Alles in allem ist die Stimmung gut. Vive la France 🙂

 

Une vie ailleurs

Frei nach dem gleichnamigen Kinofilm hier der Zwischenstand nach knapp fünf Monaten im Ausland:

Es ruckelt sich zurecht. Zunehmend. Heute habe ich meinen ersten ausländischen Mietvertrag unterzeichnet und bin nun ab Juli Mieterin einer 43qm-Wohnung in Aubervilliers, was für Pariser Verhältnisse enorm ist (genauso wie die Höhe der Kaution, die ich gerade überwiesen habe). Noch schwanke ich zwischen Euphorie und Panik; letzteres ob der Wirren des nun zu erledigenden Formalkrams à la française, vor allem aber aufgrund der doch zunehmenden Kosten, die dann auf mich zukommen, und ersteres, weil meine bisherige Wohnsituation auf Dauer suboptimal ist. Nach 20 Jahren wieder in einer WG zu residieren, ist fordernd. Zumal die hiesige Zweckgemeinschaft mit meinen Studenten-WGs von einst nur partiell vergleichbar ist. Fakt ist, dass ich in den letzten Wochen (noch über die Frage grübelnd, ob ich den Mietvertrag wirklich machen soll oder nicht) oft dachte, um einfach durchzuhalten, bis ich wieder in mein Hamburger Paradies zurück kehre, ist die geplante Dauer des Aufenthalts zu lang, um eine ganze Wohnung anzumieten erscheint sie irgendwie zu kurz. Am Ende siegte die Überzeugung, dass ich so eine Gelegenheit im Pariser Raum nie wieder bekommen werde und die Wohnung zur Not immernoch untervermietet werden kann, falls ich den Vertrag nicht zu früh auflösen möchte.

Ähnliche Gedankenschläge wie die Wohnungsfrage bereitet mir indes meine berufliche Situation. Ich habe die Kollateralschaden eines 35-Stunden-Jobs, der weder künstlerisch noch intellektuell besonders inspirierend ist, unterschätzt. Unter anderem läuft das Hamsterrad der komplett unflexiblen Arbeitszeiten, die immer im gleichen Rhythmus absolviert werden, meinem Wesen, welches nach Abwechslung auf allen Ebenen strebt, grundsätzlich entgegen. Und so balanciere ich mit Möglichkeiten, diesen Vollzeitjob wenigstens zu reduzieren. Die Touristenführungen hingegen machen großen Spaß und sorgen dafür, dass ich auch hier in Paris wenigstens teilweise meine Kernkompetenzen zum Einsatz bringen und gestalten kann statt nur Befehlsempfängerin zu sein.

Grundsätzlich muss ich mir hier vieles wie ein Jungerwachsener neu erschliessen. Das ist interessant, denn es führt mir vor Augen, wie selbstverständlich mir deutsche Vorgehensweisen bisher erschienen. Arztbesuche, Versicherungsangelegenheiten, Bankgeschäfte, Mietverträge und und und, vieles funktioniert hier ein kleines bißchen anders und konfrontiert einen mit kleinen Stolpersteinen, mit denen man nicht gerechnet hat. Gleichzeitig steigert all das das Verhandlungsgeschick in französischer Sprache, und mit jedem gelösten Problemchen der vorgestellten Art gewinne ich ein bißchen mehr das Gefühl, Teil dieses Landes zu sein. Auch schön.

Ein großer Gewinn sind für mich die Menschen, mit denen ich hier meine Freizeit verbringe. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich einige von ihnen als Freunde bezeichne und es total super finde, dass ich in Paris Leute kenne, die ohne mit der Wimper zu zucken, ihre Hilfe beim Umzug anbieten. Juhu! Nach wie vor ist es so, dass lange Telefongespräche deutschen Freunden vorbehalten sind, weil ich telefonieren auf französisch so anstrengend finde, dass ich nach spätestens 20 Minuten ermüde. Chatten hingegen geht.

Die Fülle von Eindrücken, die dieses Paname liefert, ist enorm. Ich bin meistens gerne hier und habe nur noch gelegentlich Heimweh. Aber wannimmer ich gelegentlich nach Deutschland zurück kehren kann, um zu spielen, tanzt mein Herz. Mehr und mehr erkeimt eine innere Hoffnung auf Spielmöglichkeiten im Pariser Raum. Ich glaube, das würde sich wie ein Durchbruch anfühlen.

Fête des couleurs, cité universitaire Paris 2017

Kino Pop und Drehtag mit Eichhörnchen – tournage avec un écureuil

„Le Kino“, wie die Franzosen es nennen, ist entstanden in Quebec. Da wurde in den 90er Jahren erstmals eine Veranstaltung organisiert mit der Idee, mit geringen Mitteln und in einer vorgegebenen, kurzen Zeitspanne, Kurzfilme zu produzieren. Inzwischen ist daraus so eine Art internationale Bewegung geworden. Weltweit finden in regelmäßigen Abständen Kino Kabarets statt. Der ganz harte Kern der Community reist im Grunde ständig von Land zu Land, um an diesen Events teilzuhaben … als Filmemacher, Schauspieler, Techniker oder oder oder. Jeder kann sich für alles anbieten, so dass der Rahmen nicht wirklich professionell zu nennen ist. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, wie viele der so produzierten Filmchen trotzdem eine gewisse Professionalität aufweisen.

Ich selbst kam mit dem Konzept erstmals letztes Jahr in Berührung, als ich in Paris an „Kino Belleville“ teilnahm. Zunächst fühlte ich mich da allerdings eher wie ein Fremdkörper in einer spürbar eingeschworenen Gemeinschaft und war mir auch gar nicht so sicher, ob Spontaneität auf Zuruf überhaupt mein Ding ist. Dennoch hat mich der Spirit und vor allem einzelne Teilnehmer und deren Herangehensweise respektive der filmischen Ergebnisse irgendwie fasziniert. (Leider ist mein Lieblingsfilm aus dieser Session nicht öffentlich verfügbar und kann daher hier nicht verlinkt werden). Und so verfolge ich seit meinem Umzug die Aktivitäten der Pariser Kinoiten, die sich jeden Monat unter der Headline „Kino Pop“ treffen. Bei diesen Veranstaltungen wird eine Auswahl von Filmen gezeigt und am Ende werden per Losverfahren Teams zusammengewürfelt, die für die nächste Veranstaltung eine filmische Aufgabe zugespielt bekommen. Man könnte sagen Improtheater in Filmform. Diesmal in meinem Fall: Thema „animaux“ (Tiere), Satz „J’ai envie de noisettes“ (Ich habe Lust auf Nüsse). Mit dieser Arbeitsanweisung hatte die ausgeloste Regisseurin ein Drehbuch zu schreiben und zu realisieren. Letzte Woche wurde gedreht, und ich habe ein neues französisches Wort gelernt: écureuil – Eichhörnchen. Gedreht wurde draussen, und die minderjährigen Passanten quietschten oft begeistert auf, wenn sie den Kollegen im Eichhörnchenkostüm entdeckten. Ich selbst durfte so eine Art Eichhörnchenfetischistin verkörpern. Die per Losverfahren gezogenen Mitstreiter und -streiterinnen waren zu 90 Prozent total durchgeknallt, aber je länger ich Teil dieser Kino-Bewegung bin, desto mehr gewinne ich diese Leute lieb und fühle mich umgekehrt mehr und mehr aufgenommen ins Geschehen. Ob das Filmergebnis mir gefällt, wird sich zeigen. Irgendwie fand ich meinen französischen Sprachfluss an dem Tag nicht optimal, was schade ist, weil ich im Allgemeinen zunehmend offener und fliessender zu sprechen vermag. Aber hey, es handelt sich ja nicht um karriereentscheidendes Material, und so oder so tat es mir gut, die Frage nach der richtigen Schinkenschneidetechnik mal wieder durch kreativere Aufgabenstellungen zu ersetzen, ohne dafür gleich nach Deutschland heizen zu müssen. Alles in allem ganz großes Kino!

Während der Landung und Rückkehr

Bien atterri et de retour. Un peu malade, heureuse et mélancolique en même temps. Hambourg me manque déjà, mais il y fait un temps de merde. Paris me charme avec son air toujours doux (même à minuit), deux semaines des projets sympas m’attendent. J’ai hâte d’emménager dans mon nouvel appart … La vie parisienne continue.

Wenn man das in den Google-Übersetzer eingibt, steht da:
Während der Landung und Rückkehr. Ein wenig krank, glücklich und traurig zugleich. Hamburg vermisst es schon, aber es ist eine beschissene Zeit. Paris Charme mich mit seinem immer sanft (sogar um Mitternacht), zwei Wochen nach den kühlen Projekten erwarten mich. Ich freue mich auf Umzug in meine neue Wohnung … Pariseres Leben geht weiter.“

Gemeint ist, dass ich meine erste Rückkehr nach Hamburg hinter mich gebracht habe, gut gelandet und zurück in Paris bin. Glücklich und melancholisch zugleich, denn auch wenn mir Hamburg jetzt schon fehlt, empängt mich Paris mit herzlichem Charme. Es war übrigens keine beschissene Zeit, sondern nur Scheißwetter. Und nach Hamburg zu kommen, ohne meine Wohnung betreten zu können, war schon auch ein merkwürdiges Gefühl. Insgesamt aber dennoch ein gelungenes Wiedersehen.

Der letzte potentielle Blogeintrag blieb unveröffentlicht, weil zu frustriert und persönlich. So kommt es, dass in der Zwischenzeit so viel passiert ist, dass eine vollumfängliche Zusammenfassung den Rahmen sprengen würde und hier nur Bruchstücke der Ereignisse auftauchen.

Eine Schwierigkeit, die mir auch in Deutschland zu schaffen macht, setzt sich hier in verschärfter Weise fort: Das Hamsterrad des Geldranschaffens. Das hat mich in den letzten Wochen sehr beschäftigt, denn ich hatte noch nie einen Vollzeitjob, der nicht nur Berufsfremdheit und Angestelltenverhältnis, sondern  auch stetig gleiche Arbeitstage und -zeiten beinhaltete. Das alles verschärft das Gefühl des Hamsterrädchens und erschöpft mich manchmal ziemlich. Zudem arbeite ich ja on top als Gästeführerin und Schauspielerin und dadurch für meinen Geschmack insgesamt eigentlich zu viel. Gleichzeitig ist mein Arbeitgeber ein super Typ und mittlerweile sowas wie ein Freund geworden, der mir unter anderem eine Hammerwohnung mit zwei extraterrasitischen Terrassen zur Nachmiete vermittelt hat. Man sieht von der Terrasse aus Sacré Coeur und erahnt den Eifelturm!!!

Anlässlich einer kleinen Theatertournee hat Hamburg mich zumindest für anderthalb Tage wieder gehabt, bevor und nachdem mir die Gastspielreise mit „Der Kick“ in Meckelfeld, Lüneburg, Delmenhorst und Quakenbrück Gelegenheit gab, meiner Sehnsucht nach der Bühne nachzugeben und zu spielen …

Es waren großartige Tage, ich brauchte diesen künstlerischen Input sehr nach gefühlt langem Verbleib zwischen Schwarzwälder Schinken und Pfanni-Knödeln. Und so kehre ich gestärkt und motiviert ins Pariser Leben zurück und freue mich auf meinen ersten Drehtag als angelernte Französin … nächste Woche, hier in diesem Paname, wie der Franzose seine Hauptstadt nennt.