Dicke Fische

Ich bin so dankbar, dass ich hier sein kann. Dieser Wald! Dieser gigantische Wald! Immernoch verzaubert ihn eine Decke aus weißem Pulverschnee. Das ist unglaublich praktisch, wenn man sich verläuft. Zur Not kann man seine Spur im Schnee wieder aufnehmen.

Neben den Proben bleibt nicht nur Zeit für Waldspaziergänge, sondern auch für Bewerbungen nach Frankreich und Klönschnack mit dem Kollegen. Ausserdem können wir die anderen Veranstaltungen im Festspielhaus besuchen. Gestern zum Beispiel: Dicke Fische. Auf zwei Gitarren und einem Kachon (schreibt sich das so??) produzieren diese Musiker eine Mischung aus Reggae, Pop und spanischer Flamenco-Musik. Spätestens zur Pause ist auch das Publikum beschwingt genug, um sich akustisch bemerkbar zu machen und im Takt der Musik Hände, Schultern oder Hüften zu schwingen. Den meisten Mittfünfzigern im Saal würde ich eine Hippie-Vergangenheit andichten. Die Menschen im Zuschauerraum wirken ein bißchen wie das süddeutsche Pendant zu den Wendländer Castor-Gegnern, die ihre ganz eigene Subkultur ja größtenteils als Zuwanderer dort begründet haben. Auch die Simmersfelder Kultur Werkstatt war eine Idee von Zuwanderern aus umliegenden Städten. Beide finde ich übrigens sympathisch, die Veranstalter der kulturellen Landpartie im Wendland genauso wie das Simmersfelder Publikum.

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Heute gehört die Bühne wieder uns. Ich werde also gleich meine Versicherungsnummer raussuchen und für meinen Nachbarn Bertrand ausländische Köstlichkeiten zubereiten, um ihn davon zu überzeugen, dass reisen sich lohnt …

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