Schwarzwälder Bote (31.3.2016) zu „Vier linke Hände“

Bad-Dürrheim Streit und Sehnsucht verbinden

Von Schwarzwälder-Bote 31.03.2016
Temperamentvolle Szenen gab es im Boulevardstück "Vier linke Hände" mit Esther Barth und Hans Herbert Diehl, präsentiert vom Regionentheater. Foto: Kaletta copyright: Schwarzwälder-Bote

Temperamentvolle Szenen gab es im Boulevardstück „Vier linke Hände“ mit Esther Barth und Hans Herbert Diehl, präsentiert vom Regionentheater. Foto: Kaletta copyright: Schwarzwälder-Bote

Bad Dürrheim (kal). Er, ein Junggeselle von Geburt an und durch schlechte Erfahrungen mit Frauen fürchterlich menschenscheu – sie, die des Lebens überdrüssig ist, einsam ihren 40. Geburtstag feiert und dabei feststellt, dass sie nicht weit davon entfernt ist, älter zu werden. Wie aus solch zwei markanten Charakteren dennoch ein liebendes Paar entsteht, konnten die Zuschauer im Kurhaus miterleben. Dort gastierte das Regionentheater und präsentierte die heitere und amüsante Boulevardkomödie „Vier linke Hände“ von Pierre Chesnot.

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Das 90-minütige Stück spielte sich in zwei Zimmern ab, dazu wurde je nach Szene, eine auf Rollen aufgebaute Kulisse von den beiden Darstellern rasch hin und her gedreht. „Wenn ich nicht zwei linke Hände hätte, wäre ich schon lange tot“, bedauerte Sophie, dargestellt von Esther Barth. Sie hatte an ihrem 40. Geburtstag die zweifelhafte Absicht, ihrem Leben ein Ende zu setzten, was ihr nicht gelang. Erstens hatte sie dazu die falschen Tabletten ausgewählt, zweitens ließ sie die Badewanne überlaufen. Das hatte zur Folge, dass Bertrand, (Hans Herbert Diehl), der unter ihr wohnte, aufgebracht in ihre Wohnung eilte. Und so begann das turbulente Verhältnis, geprägt von heftiger Streiterei und großer Sehnsucht nach Liebe und trauter Zweisamkeit.

Für das Publikum war es köstlich, mit zu erleben, wie sich die Geschichte entwickelte. Ein Kampf zwischen den beiden Geschlechtern, die, vermutlich wegen ihrer jeweils zwei linken Hände, erst nach vielen Hindernissen zueinander fanden.

Sophie wurde telefonisch von ihrer Freundin beauftragt, den ersten Mann, der ihr über den Weg läuft, glücklich zu machen. Dieser war ausgerechnet Bertrand, der, nachdem er peinliche Tragödien mit Kleinanzeigen erlebt hatte, nichts mehr von Frauen wissen wollte. Doch dem Charme von Sophie konnte er nicht widerstehen, auch wenn er es anfangs überhaupt nicht zugeben wollte. Das wiederum machte Sophie rasend, die sich so um ihn bemühte, und so entstand eine heftige Hassliebe. Doch Ende gut, alles gut. Die beiden fielen sich, trotz ihrer vier linken Hände, zu einem innigen Kuss in die Arme und freuten sich auf eine gemeinsame Zukunft.

Wiederholt wird das Stück am 19. Juli, Beginn ist um 20 Uhr im Kurhaus. Die nächste Aufführung des Regionentheaters ist am Montag, 25. April, gespielt wird das Stück „Aus dem Staub“ von Hans Jürgen Kugler. Beginn ist um 20 Uhr im Kurhaus.

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