SÜDKURIER (31.3.2016) zu „Vier linke Hände“

Regionentheater feiert Premiere: Romantikkomödie „Vier linke Hände“ begeistert Bad Dürrheimer Publikum

(von Tobias Lange)

Die Schauspieler Esther Barth und Hans Herbert Diehl strapazieren als Sophie und Bertrand die Lachmuskeln der Zuschauer im Bad Dürrheimer Kurhaus. Erneut großer Erfolg für das Regionentheater aus dem schwarzen Wald

Mit lautem Gelächter und viel Applaus wurde die jüngste Vorstellung des Regionentheaters aus dem schwarzen Wald belohnt. Regisseur Andreas Jendrusch und Produktionsleiterin Birgit Heintel trafen mit der romantischen Komödie „Vier linke Hände“ erneut den Geschmack des Publikums im Kurhaus.

Dabei beginnt das Stück alles andere als lustig. Denn die alleinstehende Sophie, gespielt von Esther Barth, ist mit ihrem Leben unzufrieden und will ihrem Dasein an ihrem 40. Geburtstag ein Ende setzen. „Nun dauert es nicht mehr lange bis zum Altersheim“, klagt die unter Einsamkeit leidende Frau. „Ich mach Schluss.“

Die Stimmung schlägt aber schnell in Heiterkeit um, als der Versuch im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt und Sophies etwas schrulliger Nachbar Bertrand, verkörpert durch Hans Herbert Diehl, von der überlaufenden Badewanne und einer daraus resultierenden Überschwemmung seiner Wohnung aufgeschreckt auf der Bühne erscheint. Es folgen ein amüsanter Streit nach dem anderen, bis die Nachbarn sich am Ende eingestehen müssen, dass sie nicht mehr ohne einander können.

Bei den Zankereien zwischen der lebensmüden Sophie und dem „überschwemmten Nachbarn“ Bertrand drehte es sich schnell nicht mehr nur um den Wasserschaden. Ebenso werden Einbrecher und Sicherheit, Urlaubsreisen, Ehe und Scheidung und Sophies nicht vorhandene Kochkünste Thema von Diskussionen. Immer begleitet von viel Humor, der vom Publikum mit lautem und ausgelassenem Lachen quittiert wurde.

Gewohnt originell waren aber nicht nur die Dialoge. Auch für das Bühnenbild ließ sich Regisseur Andreas Jendrusch wieder etwas ganz Besonderes einfallen. So wurden die beiden Wohnungen nicht einfach nur getrennt voneinander aufgebaut, sondern Rückwand an Rückwand und mit einer Tür verbunden auf einer rollenden Bühne. So wechselten die Schauspieler durch kräftiges Handanlegen und Drehen des gesamten Bühnenaufbaus in Sekundenschnelle den Handlungsort.