#ichsteheauffuer

Eine Aktion von  Waldemar Zeiler
Ich stehe auf für
Leidenschaft
Neugier
Empathie
Freiheit
Dreck
und die KUNST
Wofür steht Ihr auf?

Anleitung
– Hänge Dir ein buntes Badehandtuch um Steige auf einen Stuhl, Tisch, eine Mauer o.ä.
– Sage in die Handy-Kamera, für welche Sache Du aufsteht und was dir für eine lebenswerte Zukunft wirklich wichtig ist. Alternativ kannst du ein “aufgestandenes” Foto von dir machen, frisch aus dem Bett.
– Poste Dein Video/Foto mit dem Hashtag
#IchSteheAufFuer auf Twitter, Insta, Facebook, Youtube, LinkedIn, TikTok etc. und leite es an möglichst viele Leute weiter!
– Motiviere drei weitere Personen direkt, ebenfalls aufzustehen.
– Halte das Badehandtuch in den nächsten Wochen bereit für Step 2…

Hallo, Frau Kulturministerin

Heute beschäftigte mich ein Interview mit unserer Kulturministerin Monika Grütters, welches mich zu einem offenen Brief an ebendiese veranlasst hat. Zwar gehöre ich selbst zum Glück zu den Künstler*innen, die nicht nur von der Hamburger Soforthilfe profitiert, sondern auch auf anderen Kanälen Unterstützung erfahren haben. Aber ich kenne Kolleg*innen, die aus einem der genannten Gründe trotz der aktuellen Hilfsangebote bereits jetzt existenzbedrohende wirtschaftliche Sorgen haben. Deshalb möchte ich die Worte, die soeben auch das Emailpostfach von Frau Grütters erreicht haben, an dieser Stelle teilen.

Zum Artikel SPIEGEL Kultur

Werte Frau Grütters,

in einem Interview mit SPIEGEL Kultur sprachen Sie kürzlich über Ihre Einschätzung der Auswirkungen der Coronakrise auf Kultur und Medien. Dabei äussern Sie sich verwundert darüber, dass viele Kulturschaffende die vorhandenen Hilfsangebote des Bundes als lückenhaft wahrnehmen und das Gefühl haben, durchs Raster zu fallen. Ich möchte im Folgenden gerne noch einmal die Perspektive jener Kulturschaffenden darlegen, in der Hoffnung, dass es mir andere Kreative gleichtun und die Lücken der bisherigen staatlichen Hilfsangebote noch einmal im Bundestag diskutiert werden.

Sie erwähnen in Ihren Ausführungen das Soforthilfeprogramm des Bundes, welches „auch und gerade auf die Bedürfnisse des kreativen Milieus abgestimmt“ sei.

Ich möchte vorab betonen, dass die Soforthilfen von Bund und Ländern zweilsohne begrüßenswert sind, schnell und unbürokratisch abgewickelt wurden und eine grundsätzliche Bereitschaft der Regierung signalisieren, die von der Krise betroffenen Freischaffenden und Unternehmerinnen zu unterstützen. Gleichwohl berücksichtigt das Hilfsprogramm die Bedürfnisse kreativer Freischaffender nur bedingt. Zum einen stellt der Bund lediglich Gelder für die sogenannten Betriebsausgaben bereit und ausdrücklich nicht für die Lebenshaltung der Antragstellerinnen. Freischaffende Kunst- und Kulturschaffende haben jedoch oft keine – oder nur geringfügige – Betriebsausgaben. Jedenfalls dann, wenn sie nicht mehr arbeiten, weil sie weder Angestellte beschäftigen noch gewerbliche Räume angemietet haben. Stattdessen fehlt ihnen umso dringender das Geld für ihre Lebenshaltung, das sie aufgrund der Allgemeinverfügungen nun von einem Tag auf den anderen nicht mehr erwirtschaften können. Zum anderen bewegen sich die von den Ländern zur Verfügung gestellten Gelder, die ebendiese Lebenshaltungskosten auffangen sollen, in sehr unterschiedlicher Höhe. In Berlin gibt es 5000 €, in Hamburg 2500 €, in Sachsen lediglich Kredite. Es gibt also in einigen Bundesländern Künstlerinnen, die gar nicht von den Soforthilfen profitieren, weil der Liquiditätsengpass auf sie nicht zutrifft und ihre Landesregierung keine Gelder zur Sicherung des Lebensunterhalts bereitstellt. Zudem handelt es sich bei den Soforthilfen um einmalige (und zu versteuernde) Summen, von denen völlig unklar ist, wie lange sie reichen müssen.

Wenn Sie also sagen, die Soforthilfen seien auf das kreative Milieu abgestimmt und gingen „weit über Almosen hinaus“, so trifft das für Bundesländer wie Sachsen gar nicht und für andere Bundesländer, etwa Berlin oder Hamburg, nur dann zu, wenn in spätestens drei Monaten der Kulturbetrieb wieder uneingeschränkt aufgenommen werden kann. Das jedoch scheint nach aktuellem Stand mehr als fraglich. Und so gilt etwa für Hamburg, dass eine Summe von 2500 € zwar die erste Not zu lindern vermag, aber keinesfalls geeignet ist, einen Einnahmeverlust von 100 Prozent, gerechnet auf drei bis vier Monate, hinreichend zu kompensieren. Die Anmerkung, dass beispielsweise in Berlin viele Antragstellerinnen leer ausgingen, weil die Gelder schnell aufgebraucht waren, replizieren sie mit „irgendwann sind die Töpfe natürlich leer“. Ehrlich gesagt erscheint mir diese Replik ein wenig unzureichend als Antwort auf die Frage, wie einer flächendeckenden wirtschaftlichen Not möglichst gerecht entgegengewirkt werden kann.

Und so werden wir auf die sogenannte Grundsicherung verwiesen. Dass diese vielen Kulturschaffenden zumindest nicht gerade erstrebenswert erscheint, ist aus meiner Sicht wenig erstaunlich. Es ist zwar richtig – und sicherlich auch begrüßenswert – dass mit dem Wegfall einer Vermögensprüfung und der Übernahme der reellen Mietkosten eine Erleichterung im Vergleich zu den üblichen Bedingungen erzielt wird. Allerdings ändern sich nach meinem Kenntnisstand weder das Grundprinzip des Aufstockens noch das Prinzip der Bedarfsgemeinschaften. Und so bleibt der Empfang von Grundsicherung an den Umstand geknüpft, dass das Existenzminimum keinesfalls überschritten werden kann – auch dann nicht, wenn den Empfängerinnen noch vereinzelte Einnahmen bleiben oder aufgrund einer Nebentätigkeit erwirtschaftet werden können. Bis auf den fast belanglos zu nennenden Betrag von 160 € werden diese Einnahmen, soweit ich weiß, nach wie vor von der Grundsicherung abgezogen bzw. später verrechnet. Ich weiß nicht, wie viel Geld Sie monatlich benötigen, gehe aber davon aus, dass auch Sie es als durchaus bedrohlich empfänden, von einem Tag auf den anderen auf diese Art der Grundsicherung zurückgeworfen zu werden oder alternativ ihre Altersvorsorge aufbrauchen zu müssen. Auch die sogenannten Bedarfsgemeinschaften bleiben erhalten, so dass etwa ein Künstler, der in Lebensgemeinschaft mit einer Angestellten lebt, Gefahr läuft, seine finanzielle Autonomie vollständig zu verlieren und vollumfänglich von seiner Partnerin abhängig zu sein. Ich finde das Schaffen solcher Abhängigkeiten in keinem Sinne wünschenswert. Verstehen Sie mich nicht falsch, im Vergleich zu vielen anderen Ländern hat Deutschland ein vorbildliches soziales Netz. Das ist mir bewußt, und ich bin wirklich dankbar, dass wir – auch ohne Corona – wenigstens auf die von Ihnen angepriesene Grundsicherung zurückgreifen können, wenn alle wirtschaftlichen Stricke reißen. Dennoch erscheint mir die Alternative eines bedingungslosen Grundeinkommens, wie es demnächst ja aufgrund einer erfolgreichen Petition im Bundestag diskutiert wird, gerechter. Sie würde gewährleisten, dass trotz Krise durch Einnahmen, die eventuell noch erzielt werden können, zumindest die Chance auf eine Übergangszeit jenseits des absoluten Existenzminimums besteht und finanzielle Autonomie auch dann erhalten bleibt, wenn man in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft lebt.

Vor diesem Hintergrund hoffe ich, dass der Diskurs um staatliche Hilfen hiermit nicht geschlossen ist, sondern der Dialog mit uns freischaffenden Künstlerinnen, resp. unserer Interessensvertretungen, fortgesetzt wird und eine grundsätzliche Offenheit der Bundesregierung für die Nachjustierung der genannten Lücken und Probleme besteht.

Blues again

Blues zweite Welle. Ich hatte mich gerade mit dem Gebot der Distanz und der Abwesenheit physischer Nähe arrangiert – von Gewohnheit will ich nicht sprechen, das klänge zu willenlos, zumindest ist aber eine gewisse Gewöhnung an den belehrenden Duktus der Stayathomesager in den Medien und sozialen Netzwerken eingetreten – da überrollt mich die nächste Welle der Belehrung: Maskenpflicht. „Noch toller wäre es“, schreibt die Süddeutsche, „wenn auch Maskentragen endlich ganz selbstverständlich als ein Akt der Solidarität akzeptiert wäre. […] Dem Vorbild sollte in dieser Krise ganz Deutschland folgen.“ Und, als sei das die Hauptsorge in diesem Zusammenhang, mahnt sie „Masken sehen blöd aus, keine Frage. […] Aber Lebensretter dürfen gerne auch ein bisschen blöd aussehen.“ Aha. Im Umkehrschluss wäre ich also als jemand, den der Gedanke, eine solche Maske tragen zu müssen, in Panik versetzt, eine eitle Trulla, die sich dabei lediglich darum sorgt, scheiße auszusehen und aus diesem banalen Grund leichtfertig Leben gefährdet.
Bei Facebook poppen inflationär Profilbilder mit lustigen Mundmasken auf, manchmal begleitet von Beiträgen mit dem Subtext „Ich bin ein Held, ich trage Maske. Seht es endlich ein, Ihr ignoranten Egobratzen“. Mich ängstigt bei der Vorstellung, nicht mehr unbemaskt auf die Strasse zu dürfen, weniger eine unvorteilhafte Optik, sondern vielmehr die Assoziation mit Verschleierungszwang und das subjektive Gefühl von Panik, wenn Mund und Nase bedeckt sind. Schon als Kind hasste ich diese Sturmhaubenmützen, die nur so ein kleines Guckloch frei ließen. Und ja, der Vergleich mit zwanghafter Verschleierung ist total unangebracht, weil inhaltlich anders motiviert. Sehe ich alles ein. Und trotzdem. Ich komme bereits mit der jetzt gültigen Allgemeinverfügung, der Isolation und dem weitgehenden Brachliegen des öffentlichen Lebens an meine Grenzen. Eine Verschärfung all dieser Einschränkungen durch die noch drastischere Pflicht, eine Gesichtsmaske zu tragen, würde ich zur Not sicher akzeptieren – aber dass die Menschen das so extrem klaglos hinnehmen und sogar nutzen, um sich selbst als Held*innen der Solidarität zu feiern, irritiert mich.
Zumal nämlich unter denen, die sich mutmaßlich wirklich auskennen, keineswegs eine einhellige Forderung nach allgemeiner Maskenpflicht besteht. Wer also nach allgemeiner Maskenpflicht schreit, möge zumindest die folgende Meinung in seine Überlegungen mit einbeziehen.

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-682605~player_branded-true.html

 

 

 

Corona als Chance – Teil 3

Heute: Die Theater sind zu. Die Stücke leben weiter!

I did it! – 30 Sekunden, Querformat, ungeschnitten – check!
Arbeitstitel „Frühlingserwachen 2020“

#wirspielenzusammen
#machtspass
#CASTUPLOAD

#UNITEDWEACT #spreadjoy,
@suse_marquardt @simonebaercasting @anjadihrberg_casting

Wer mitmachen will: Alle Schauspieler*innen können sich hier anmelden: #WIRSPIELENZUSAMMEN // #UNITEDWEACT

Corona als Chance – Teil 2

Ich wollte ich meine freie Zeit ja sinnvoll nutzen und mit viel Liebe und Aufwand einen Beitrag für diese Castingchallenge #wirspielenzusammen produzieren, die gerade durch alle sozialen Netzwerke flimmert.
Hätte ich mal vorher die Regeln gelesen. Die Teile dürfen nur 30 Sekunden dauern, nicht geschnitten werden und müssen im Querformat eingereicht werden. Fail!
Damit sich aber trotzdem noch Publikum einfindet, kommt das Produkt meines Schaffens jetzt hier ins Netz. Arbeitstitel „Fehlversuch“

Corona als Chance – Teil 1 Körperertüchtigung

Die erste Schockstarre ist vorbei.
Der Frühling ist da.
Und entgegen der Resignation meines letzten Eintrags soll mir nun die unverhoffte Freizeit für all die schönen Dinge dienen, die ich im normalen Alltag zu wenig unterbringe. Hier der Versuch einer Dokumentation. Heute: Körperertüchtigung.

Coronablues

Es macht mich so unendlich traurig, dass etwas so wundervolles wie menschliche Nähe auf einmal böse ist und dass man wütend sein muss oder soll oder dieses Gefühl zumindest sehr angesagt ist, wenn andere Menschen sich nahe sind.

Es geht nicht darum, dass man das nicht mal aushalten kann. Dass man sich allein nicht beschäftigen kann, sogar gut, fröhlich und gewinnbringend beschäftigen kann. Auch nicht darum, dass es zur Stund zweifelsohne vernünftig und sinnvoll ist, die Leute weitestgehend zu isolieren.

Ich verbringe auch ohne Corona gerne Zeit allein, brauche das sogar. Ich lebe sehr bewußt in einem Ein-Personen-Haushalt (allerdings unter normalen Umständen auch sehr bewußt mit sehr viel buntem Besuch immer wieder ). Ich habe kein generelles Problem mit dem allein sein und allein Sachen machen.

Das alles ist es nicht. Es ist diese Verdrehung meines Wertesystems, die mich so überrollt, dass ich es zwischendurch gar nicht mehr aushalten kann. Menschen, die sich nahe sind, die fröhlich und friedlich Zeit miteinander verbringen, das war für mich bislang der Inbegriff von Glückseligkeit und Frieden. Auf einmal sind solche Menschen aber Egoisten und Arschlöcher. Das bringt mein Herz gerade nicht zusammen. Das setzt mir wirklich zu. Nicht, weil ich die Regeln falsch finde, sie selbst übertrete oder es mir egal ist, ob Menschen an Corona sterben. Sondern weil es sich einfach so absurd anfühlt, so grausam, so unmenschlich, dass liebevolles Beisammensein neuerdings als unsolidarischer Akt der Selbstsucht wahrgenommen oder sagen wir, nur noch virtuell gewertschätzt wird.

Jeden Morgen wache ich mit diesem Gedanken auf und bin tief traurig. Und spät in der Nacht schlafe ich mit diesem Gedanken ein und bin tief traurig.

Vielleicht habe ich einfach Angst, dass dieser Lifestyle der rein virtuellen Begegnung durch Corona in Mode kommt und zukünftig alles, inklusive der Liebe, nur noch virtuell gelebt wird. Das ist sicher Brainfuck, aber es fühlt sich in letzter Zeit so an.

Letzte, vorletzte und allerletzte Runden

Die letzten Wochen verbrachte ich in der Kneipe.
Und zwar mit Lutz Hübners Frühwerk Letzte Runde, welches in einer Kneipe spielt und genau dort auch aufgeführt wird. Spätestens seit Gretchen 89ff bin ich Liebhaberin Hübnerscher Sprachakrobatik und war sehr entzückt, als ich von Thomas Flocken (Regie) für die Rolle der Lena angefragt wurde. Lena wurde in irgendeiner Kritik als „verwelkte Lebedame“ bezeichnet, eine vielleicht nicht übermäßig charmante, aber doch irgendwie treffende Beschreibung des Charakters, den ich zur Stund in Lüneburg verkörpere. Eine Lebedame ist sie in jedem Fall. Verwelkt … naja, zumindest in dem Sinne, dass Lena die Lebensmitte überschritten hat und der eigene Alterungsprozess ein einigermaßen präsentes Thema ihres gegenwärtigen Daseins ist. Eines haben alle Figuren auf der Szene gemeinsam – sie alle bewegen sich in einer Zwischenwelt, einer Schnittmenge zwischen Leben und Sterben, wo Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen. Und so treffen hier Figuren vom Mittelalter bis in die Gegenwart aufeinander. Der Ackermann aus dem 14. Jahrhundert, Lena aus den 70er, Belly aus den 80er und Hannes aus den 90er Jahren … ach ja, und ein gewisser Todesengel namens Eszecielle, der heutig wirkt, aber alterslos ist. Sie treffen sich in einer Welt, die trotz des allgegenwärtigen Todes und einer zuweilen trostlosen Atmosphäre – oder gerade deswegen – vor Energie, Aufbruchstimmung und Lebensfreude nur so sprüht. Eine solche Welt symbolisiert die Kneipe von Hannes, dem Wirt, der sich selbst als „ Schoßhund mit Mangel an Gelegenheiten“ bezeichnet und ein wenig antiquiert wirkt in seiner 90er-Jahre Bude mit Spielautomaten, Juke-Box und Sole-Eiern auf dem Tresen. Eine Kneipe, in der wir das Gegenteil der hippen, stylischen Kneipenkultur atmen, die sich heutzutage in bundesdeutschen Großstädten mehr und mehr durchsetzt. Eine Kneipe, wo so ein bißchen Dreck und Abgefucktheit noch ihren Platz finden und wo sich die Menschen gepflegt besaufen, nach sexuellen Abenteuern suchen, die Jukebox anschmeissen und sich zum Tänzchen auffordern. Ein Laden, der zwar kaum Publikum, aber das wilde Leben in sich beherbergt. Ja, eine Kneipe, wie es sie in echt noch gibt – zumindest in der Lüneburger Hasenburg, deren Wirt in echt Harry heißt und ein cooler Typ ist. Nun, Harry hat weitaus mehr Gäste als der arme Hannes, der sich zwischendurch fragt, warum er nicht schon längst pleite gegangen ist. Aber Harry hat, wie Hannes, diesen Charme eines Typen, dem nichts menschliches fremd ist und der für jeden ein offenes Ohr hat. Bei Harry durften wir Kabel legen, Löcher in die Wand bohren, eine Klappe hinter seinem Tresen montieren und vieles mehr, um unseren Bühnenraum zu gestalten. Bei den Proben servierte er uns täglich eine dieser Riesenthermoskannen, voll mit herkömmlichem Filterkaffee und Kaffeesahne – total retro – und wer mochte, bekam Pommes rot-weiß.
Nun sind die Proben vorbei und der Spaß ist auf der Bühne … ähm, auf dem Kneipenparkett, und zwar seit dem 6. Februar.

By the way war diese Produktion auch Gelegenheit, den meistgespielten, deutschen Gegenwartsdramatiker persönlich kennenzulernen. Der hat sich nämlich auch auf den Weg zu Harry gemacht, um sich die Inszenierung anzuschauen. Und ich finde, Lutz Hübner passt, genau wie wir und sein Oeuvre in Harrys Kneipe, wo sich gepflegt betrinken kann. Es war ein Fest, eine allerletzte Runde mit ihm zu drehen und dabei das ein oder andere über die Entstehungsgeschichte dieses leider eher selten aufgeführte Schauspiel zu erfahren.

Zwei letzte Runden gibt es vorläufig noch, nämlich
am 1.März um 17 Uhr und
am 5. März um 19.30 Uhr
Ort des Geschehens: Die HASENBURG / Hasenburg 1 / 21335 Lüneburg
Tickets unter www.schauspielkollektiv.de, bei der LZ Kasse oder an der Abendkasse

Wir freuen uns auf diese allerletzten Runden vor der eventuellen Wiederaufnahme zur allerallerletzten Runde …

ZUR PREMIERENKRITIK

Randnotitz: By the way hatte genau heute vor 8 Jahren, am 29. Februar des Schaltjahres 2012, unsere Inszenierung Gretchen89ff im Hamburger Monsun Theater Premiere. So schließt sich der Kreis. Alle zwei Schaltjahre ein Lutz Hübner … das könnte sich fortsetzen.

Lena (Esther Barth)

Belly (Hendrik Flacke) und Hannes (Jens Rainer Kalkmann)

Eszecielle (Hannah Rebecca Ehlers), Hannes (Jens Rainer Kalkmann) und Lena (Esther Barth)

Belly (Hendrik Flacke) und Lena (Esther Barth)

Lena (Esther Barth) und Belly (Hendrik Flacke)

Eszecielle (Hannah Rebecca Ehlers) und der Hinterbliebene (Andreas Püst)

Premiere eines Denkstücks

So nennt die Journalistin Stefanie Oeding unser Oeuvre, die eine sehr schöne Premierenkritik im Flensburger Tageblatt veröffentlicht hat. Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht hinzufügen. Lesen Sie selbst:

FLENSBURGER TAGEBLATT vom 12.10.2019