Corona als Chance – Teil 3

Heute: Die Theater sind zu. Die Stücke leben weiter!

I did it! – 30 Sekunden, Querformat, ungeschnitten – check!
Arbeitstitel „Frühlingserwachen 2020“

#wirspielenzusammen
#machtspass
#CASTUPLOAD

#UNITEDWEACT #spreadjoy,
@suse_marquardt @simonebaercasting @anjadihrberg_casting

Wer mitmachen will: Alle Schauspieler*innen können sich hier anmelden: #WIRSPIELENZUSAMMEN // #UNITEDWEACT

Corona als Chance – Teil 2

Ich wollte ich meine freie Zeit ja sinnvoll nutzen und mit viel Liebe und Aufwand einen Beitrag für diese Castingchallenge #wirspielenzusammen produzieren, die gerade durch alle sozialen Netzwerke flimmert.
Hätte ich mal vorher die Regeln gelesen. Die Teile dürfen nur 30 Sekunden dauern, nicht geschnitten werden und müssen im Querformat eingereicht werden. Fail!
Damit sich aber trotzdem noch Publikum einfindet, kommt das Produkt meines Schaffens jetzt hier ins Netz. Arbeitstitel „Fehlversuch“

Letzte, vorletzte und allerletzte Runden

Die letzten Wochen verbrachte ich in der Kneipe.
Und zwar mit Lutz Hübners Frühwerk Letzte Runde, welches in einer Kneipe spielt und genau dort auch aufgeführt wird. Spätestens seit Gretchen 89ff bin ich Liebhaberin Hübnerscher Sprachakrobatik und war sehr entzückt, als ich von Thomas Flocken (Regie) für die Rolle der Lena angefragt wurde. Lena wurde in irgendeiner Kritik als „verwelkte Lebedame“ bezeichnet, eine vielleicht nicht übermäßig charmante, aber doch irgendwie treffende Beschreibung des Charakters, den ich zur Stund in Lüneburg verkörpere. Eine Lebedame ist sie in jedem Fall. Verwelkt … naja, zumindest in dem Sinne, dass Lena die Lebensmitte überschritten hat und der eigene Alterungsprozess ein einigermaßen präsentes Thema ihres gegenwärtigen Daseins ist. Eines haben alle Figuren auf der Szene gemeinsam – sie alle bewegen sich in einer Zwischenwelt, einer Schnittmenge zwischen Leben und Sterben, wo Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen. Und so treffen hier Figuren vom Mittelalter bis in die Gegenwart aufeinander. Der Ackermann aus dem 14. Jahrhundert, Lena aus den 70er, Belly aus den 80er und Hannes aus den 90er Jahren … ach ja, und ein gewisser Todesengel namens Eszecielle, der heutig wirkt, aber alterslos ist. Sie treffen sich in einer Welt, die trotz des allgegenwärtigen Todes und einer zuweilen trostlosen Atmosphäre – oder gerade deswegen – vor Energie, Aufbruchstimmung und Lebensfreude nur so sprüht. Eine solche Welt symbolisiert die Kneipe von Hannes, dem Wirt, der sich selbst als „ Schoßhund mit Mangel an Gelegenheiten“ bezeichnet und ein wenig antiquiert wirkt in seiner 90er-Jahre Bude mit Spielautomaten, Juke-Box und Sole-Eiern auf dem Tresen. Eine Kneipe, in der wir das Gegenteil der hippen, stylischen Kneipenkultur atmen, die sich heutzutage in bundesdeutschen Großstädten mehr und mehr durchsetzt. Eine Kneipe, wo so ein bißchen Dreck und Abgefucktheit noch ihren Platz finden und wo sich die Menschen gepflegt besaufen, nach sexuellen Abenteuern suchen, die Jukebox anschmeissen und sich zum Tänzchen auffordern. Ein Laden, der zwar kaum Publikum, aber das wilde Leben in sich beherbergt. Ja, eine Kneipe, wie es sie in echt noch gibt – zumindest in der Lüneburger Hasenburg, deren Wirt in echt Harry heißt und ein cooler Typ ist. Nun, Harry hat weitaus mehr Gäste als der arme Hannes, der sich zwischendurch fragt, warum er nicht schon längst pleite gegangen ist. Aber Harry hat, wie Hannes, diesen Charme eines Typen, dem nichts menschliches fremd ist und der für jeden ein offenes Ohr hat. Bei Harry durften wir Kabel legen, Löcher in die Wand bohren, eine Klappe hinter seinem Tresen montieren und vieles mehr, um unseren Bühnenraum zu gestalten. Bei den Proben servierte er uns täglich eine dieser Riesenthermoskannen, voll mit herkömmlichem Filterkaffee und Kaffeesahne – total retro – und wer mochte, bekam Pommes rot-weiß.
Nun sind die Proben vorbei und der Spaß ist auf der Bühne … ähm, auf dem Kneipenparkett, und zwar seit dem 6. Februar.

By the way war diese Produktion auch Gelegenheit, den meistgespielten, deutschen Gegenwartsdramatiker persönlich kennenzulernen. Der hat sich nämlich auch auf den Weg zu Harry gemacht, um sich die Inszenierung anzuschauen. Und ich finde, Lutz Hübner passt, genau wie wir und sein Oeuvre in Harrys Kneipe, wo sich gepflegt betrinken kann. Es war ein Fest, eine allerletzte Runde mit ihm zu drehen und dabei das ein oder andere über die Entstehungsgeschichte dieses leider eher selten aufgeführte Schauspiel zu erfahren.

Zwei letzte Runden gibt es vorläufig noch, nämlich
am 1.März um 17 Uhr und
am 5. März um 19.30 Uhr
Ort des Geschehens: Die HASENBURG / Hasenburg 1 / 21335 Lüneburg
Tickets unter www.schauspielkollektiv.de, bei der LZ Kasse oder an der Abendkasse

Wir freuen uns auf diese allerletzten Runden vor der eventuellen Wiederaufnahme zur allerallerletzten Runde …

ZUR PREMIERENKRITIK

Randnotitz: By the way hatte genau heute vor 8 Jahren, am 29. Februar des Schaltjahres 2012, unsere Inszenierung Gretchen89ff im Hamburger Monsun Theater Premiere. So schließt sich der Kreis. Alle zwei Schaltjahre ein Lutz Hübner … das könnte sich fortsetzen.

Lena (Esther Barth)

Belly (Hendrik Flacke) und Hannes (Jens Rainer Kalkmann)

Eszecielle (Hannah Rebecca Ehlers), Hannes (Jens Rainer Kalkmann) und Lena (Esther Barth)

Belly (Hendrik Flacke) und Lena (Esther Barth)

Lena (Esther Barth) und Belly (Hendrik Flacke)

Eszecielle (Hannah Rebecca Ehlers) und der Hinterbliebene (Andreas Püst)

Premiere eines Denkstücks

So nennt die Journalistin Stefanie Oeding unser Oeuvre, die eine sehr schöne Premierenkritik im Flensburger Tageblatt veröffentlicht hat. Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht hinzufügen. Lesen Sie selbst:

FLENSBURGER TAGEBLATT vom 12.10.2019

Rückkehr nach …

… Reims, heißt es im Stück. Für mich persönlich ist es erst einmal eine Rückkehr ins norddeutsche Flensburg. Das Genre betreffend geht es von der leichten Komödie zurück ins (französische) Arbeitermilieu – oder vielmehr den philosophischen Diskurs über soziale Herrschaft und soziale Scham.
In Kiel vertritt mich derweil meine Kollegin Heidi Mercedes Gold, deren Lola ich letzte Woche bereits live erleben durfte. Ja, ich hatte die einmalige Chance, das eigene Stück aus den Zuschauerreihen zu betrachten, weil Heidis Premiere auf einen Tag gelegt wurde, wo hier in Flensburg für die Schauspieler frei war.

Inzwischen liegen die Endproben fast hinter uns. Heute Abend wird sich zeigen, ob die GP dieses Oeuvres stressfreier anläuft als die letzte dieser Art in Kiel. Da das Theater hier aber direkt hinter dem Gästehaus liegt, in dem meine Kollegen und ich untergebracht sind, bin ich zuversichtlich, dass das klappt und ich pünktlich und ungestresst erscheinen kann. Morgen starten wir dann in die ersten Vorstellungen:

RÜCKKEHR NACH REIMS
nach dem gleichnamigen Buch von Didier Eribon
Bühnenfassung und Regie: Gabriele Schelle
Schauspiel: Christian Nisslmüller und Esther Barth

Premiere: 10. Oktober 2019 , 20 Uhr / Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg

Weitere Vorstellungen: 11.10., 12.10., 17.10., 18.10., 19.10.

Vorankündigung „Rückkehr nach Reims“, Flensburger Tageblatt vom 8.10.2019

Neue Frauen braucht das Theater – Unbeschreiblich weiblich in Kiel

Noch bevor ich wieder nach Reims, resp. Flensburg auf die Spruren von Didier Eribon zurückkehre, wird in Kiel die Komödie Unbeschreiblich Weiblich von Petra Wintersteller Premiere haben.

Der Theaterfrachter Lore&Lay wird zeitnah in bespielbarem Zustand sein, ist aber zur Stund noch work in progress, und so fand die erste Leseprobe an Land statt.

Wie der Titel schon nahelegt, befinden wir uns in einem fast ausschliesslich aus Frauen bestehenden Ensemble. Der junge Josh Riese ist der metaphorische Quotenmann in einem ansonten mit Weibern besetzten Team, inklusive Regie und Regieassistenz. Im Übrigen handelt es sich um ein, wie ich finde, ausnahmslos sympathisches Ensemble mit einer Regisseurin, die die richtigen Töne trifft. Tina Wagner wird das Oeuvre inszenieren, und mich ergriff sofort vollumfängliche Begeisterung, als sich abzeichnete, dass da jemand über die gleichen Stellen im Stück gestolpert ist wie ich und ich mit den Einwänden und Änderungsvorschlägen zu hundert Prozent einverstanden bin – hat man ja auch nicht alle Tage.

Das Setting: Vier Frauen mit auffällig unterschiedlichem Naturell begegnen sich auf der Suche nach einem erfüllteren Leben in einem VHS-Kurs des sehr schönen Titels „Unbeschreiblich Weiblich“. Sie durchlaufen, angeleitet von Frauenversteher Erich Schuler, einen – teils drolligen, teils dramatischen- gruppentherapeutischen Prozess, entdecken sich neu und feiern in einem genregerechten Happy End das Leben und sich selbst. Der Humor dieser Liebe-Dich-selbst-Komödie entsteht vor allem durch die Kombi der Charaktere, in denen jede von uns zweifelsohne die ein oder andere Bekannte – uns selbst eingeschlossen – wiedererkennt und die im Zusammenspiel einfach putzig daher kommen. Ein bisschen schwierig finde ich, gerade im Zusammenhang mit Frauen, die Botschaft, dass ein glückliches, erfülltes Leben, sich in erster Linie durch eine möglichst enge Bindung an einen Mann herstellt. Jedenfalls könnte man die Schlußszene dahingehend interpretieren. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass unsere Regisseurin eine schöne Lösung bereit hält, um diese Interpretationsmöglichkeit nicht so sehr als Kernthese ins Zentrum der Inszenierung zu rücken.

Gute sechs Wochen Probenarbeit liegen vor uns, dann wird Lore&Lay das Ergebnis präsentieren. Wer teilhaben möchte:

Unbeschreiblich Weiblich
Premiere am 26. September um 20 Uhr auf dem Theaterfrachter Lore&Lay
mit Jule Nero, Oleksandra Zapolska, Josh Riese, Martina Riese und alternierend Esther Barth/Heidi Klein
Regie: Tina Wagner

Tickets

Neue, alte Perlen

Zurück in Hamburg. Seit Monaten inzwischen.
Ich habe ihn wieder, meinen geliebten Beruf, die vermisste Unvorhersehbarkeit des Daseins, das übliche Chaos und die Grundregel: Wenn ich nur drei Monate lang sehnsüchtig darauf hinarbeite, dass sich IRGENDEIN Kunstschaffender meiner zuwendet, kommt garantiert ein Berg von schönen Aufgaben – die leider in der Kürze der Zeit – wenn überhaupt – nur unter Hochdruck zu bewältigen sind und ein Privatleben überflüssig machen.

Kleiner Abriss meiner letzten Wochen:
1. August: Vorsprechen für ein Kriminalstück. (Massencasting … ich verlasse den Raum ohne besondere Hoffnung auf ein positives Ergebnis)
8. August: Testtour für eine neue Altstadttour
9. August: Zusage für das Kriminalstück
10. August: Aufnahme der Vorbereitung
20. August: Anruf aus Cottbus: „Können Sie morgen zum Proben kommen, ich brauche dringend eine Umbesetzung“ – am selben Abend der Versuch, meine Termine so umzuschaufeln, dass ich das machen kann. Ergebnis: Gescheitert.
24. August: Der Text für das Kriminalstück kommt an.
25. August: Anrufe für mehrere Synchronprojekte, die nun die Zeitfenster blocken, die ich am Vortag fürs Text lernen reserviert hatte
29. August: Man informiert mich darüber, dass 2 Tage später Mangel an englischen Guides herrscht. Ob ich denn nicht … na gut, denke ich, bevor es gar niemand macht …
30. und 31. August: Ich arbeite ganztägig und denke, meine Güte, mit der englischen Tour hat man mit mir den Bock zum Gärtner gemacht … zudem muss ich ja noch den Flohmarkt für das anstehende Strassenfest vorbereiten … wie soll das zu schaffen sein?  schlaflose Nächte und Überstunden für die Vorbereitung von Flohmarkt und Altstadttour
1. September: Ich baue früh morgens mit meiner Freundin den Flohmarktstand auf, lasse sie dann dort allein zurück und begebe mich zur englischssprachigen Altstadtführung. Danach zurück zum Flohmarkt und von dort aus ins Synchronatelier …

Business as usual … heute erstmal zur Erholung und Abreaktion Muddy Angel Run!

Jahrestag

Heute vor einem Jahr kam ich an.
In „Grand Paris“, der Stadt des Savoir Vivre, der Hausmann’schen Ästhetik, des Louis XIV’schen Pomp, der Street Art und der zauberhaften Brücken. Der Stadt, wo man sich liebend an der Seine entlang flanieren, gepfegten Café trinken, Kunst betrachten, in Bobo-Boutiquen kramen, auf Flohmärkten abgefahrenes Zeug -das kein Mensch braucht, aber jeder gerne hätte- kaufen, Austern schlürfen und auf exzessiven Künstlerpartys französisch parlieren sieht, wenn man als Schauspielerin einen dahingehenden Auslandsaufenthalt plant.

Ich hatte mir vorgestellt, in irgendeiner Weise meinen kreativen Kram fortsetzen und in relativ kurzer Zeit die Sprache wie die Landsleute sprechen … ja, und vor allem verstehen zu können. Ich spüre noch diese surreale, irgendwie unwirkliche und aufgeregte Stimmung, in der ich am ersten Tag im Garten meiner Quasi-Tante (die mich in der ersten Zeit dankenswerterweise beherbergt hat) stand, mit nur 5 Kartons ausgestattet, den Rest meiner Habseligkeiten eingekellert in Hamburg, dieses vergleichsweise mediterrane Ambiente einsaugend und mich einfach freuend, dass plötzlich alles anders und alles zur Routine gewordene unterbrochen ist.

Es ist eine drollige Sache mit der Routine. Sie ereilt uns so rasant, dass wir eigentlich alle sechs Monate komplett das Umfeld wechseln müßten, um ihr zu entgehen. Inzwischen ist die Rückkehr nach Hause, die in drei Monaten ansteht, das große Versprechen, eine Routine zu stoppen, die mittlerweile hier eingetreten ist. Und das, obwohl im Laufe dieses letzten Jahres immer wieder viel und Neues passiert ist … der Umzug von der Tante in die WG und von dort aus in die eigene Wohnung, die Orte und Menschen, die neu in mein Leben kamen, der Besuch aus Deutschland, die Ausflüge, Feiern und Alltäglichkeiten, die mich diese neue Stadt immer wieder anders erleben ließen, all das. Und trotzdem ist schnell ein Gefühl der Unfreiheit eingetreten, welches der extremen Vorhersehbarkeit, Fremdbestimmung und Unflexibilität eines Jobs geschuldet ist, der nunmal zu ganz bestimmten Zeiten an ein und dem selben Ort mit einem sich immer wiederholenden Ablauf einen großen Teil der Lebenszeit hier bestimmt hat und immernoch bestimmt. Schnell wurde mir auch klar, dass für den Aufbau einer neuen künstlerischen Existenz in Frankreich die Aufenthaltsdauer zu kurz ist und ein projektbezogenes Arbeiten nebenbei durch die Unflexibliltät meines Hauptjobs verhindert wird. Auch bin ich keineswegs eine Quasifranzösin geworden, weder was die Sprache, noch was den Heimischkeitsfaktor betrifft. Es erstaunt mich, wie fremd ich mich in einem so nahe gelegenen Land immernoch fühle, wie anders die Uhren hier trotz relativer Nähe und EU und so weiter doch ticken. Es ist kein Fremdheitsgefühl im Sinne eines nicht willkommen Seins. Im Gegenteil, ich empfinde die Menschen und die Mentalität, die mir hier begegnet als sehr warmherzig. Und dennoch bin ich kein Teil davon, jedenfalls nie vollumfänglich.

Et tout ça pour dire … auch wenn ich hier und jetzt, also im derzeitigen Alltag in Grand Paris nicht das Gefühl von „woooow“ in mir trage, das ich vielleicht bei meiner Ankunft vor genau einem Jahr erwartet hätte, ist dieses Jahr retrospektiv ein Wow-Erlebnis und das, was ich hier erleben durfte, unersetzlich.

Highlights waren zum Beispiel:

Ein Drehtag mit Eichhörnchen

Die erste Shisha meines Lebens

Der Color-Run vom Hotel de Ville an der Seine entlang bis zum Eiffelturm

Grand Poetry Slam mit meinem texterischen Lieblingsfranzosen und Freund Philippe Thilliez in Belleville

Die Fête des couleurs in der Cité Universitaire

Das Spielen der loups garous de Thiercelieux (zu Deutsch „Die Werwölfe von Düsterwald) auf französisch

Bestes Couscous ever bei Zerda im 10eme

Immer wieder unverhoffte Strassenkunst auf superhohem Niveau. Hier: Ein echt witziger Comedy-Pantomime vor dem Centre Pompidou

Der Umzug nach ganz oben bei bester Wetterlage. Wie man sieht: Terrasse mit Swimmingpool

Der 14 juillet mit Feuerwerk auf ebendieser wunderbaren Dachterrasse

Besuch vom Filius

Meine Gästeführungen …

… in deren Verlauf das Begrabbeln von Dalidas Brüsten Glück in der Liebe verspricht.

Sommerliche Ausflüge mit internationalem Trüppchen

 

Ein Abstecher nach Bordeaux

Der Besuch der One Mad Show auf der Nouvelle Scène (einem Schiff mit Bühne im Bauch)

Der Aufstieg auf den zweithöchsten Pariser Aussichtspunkt nach dem Eiffelturm

Swing an der Seine bei Paris Plages

Ein Paddelausflug in die Peripherique …

Das Bezwingen französischer Behörden, hier: Organisation einer Carte Vitale

Picknick draussen in französischer Besetzung

Sommer-Atmo am Canal St Martin (im Hintergrund eine Street-Art-Wand, die gelegentlich wieder weiss gestrichen und dann zur neuen Gestaltung freigegeben wird)

Böllerfreies Silvester auf der Anhöhe des parc de Belleville mit Blick auf den beleuchteten Eiffelturm

Fin bref, Paris est une fête – malgré tout!

Amateurgroteske für Deutschland. Und Hamburg hat gewählt.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Kollegen mit einer so opportunistischen Berufsauffassung 1933 auch in einem Wahlwerbespot der NSDAP „mitgespielt“ hätten?

 

„Ob wir nun eine Leiche im Tatort spielen oder einen AfD-Anhänger“, fragt eine der Schauspielerinnen hier so unbedarft, wo sei denn da der Unterschied? Generell spricht selbstverständlich nichts gegen die Darstellung eines AfD-Anhängers. Allerdings bin ich verblüfft, dass diese Kollegen ihren schauspielerischen Beitrag zu Parteiwerbung offenbar einem – vermeintlichen oder tatsächlichen – Auftritt in einer fiktiven TV-Produktion gleichstellen.

Ob dieser Spot von 2013 dazu beigetragen hat, sei mal dahingestellt. Fakt ist, Hamburg hatte Mut zur Dummheit: Mit 6,1 % (nach vorläufiger Hochrechnung) wird die AfD in der Hamburger Bürgerschaft fürderhin ihre Abwegigen Ideen für Deutschland unterbreiten können. Tolle Wurst.